Girlscamp mit Kristin Boese, Wustrow, 10.08. – 12. 08.2007
 

Dieses Jahr sollte es also das erste Mal klappen: mein Fahrkönnen und Urlaub zum richtigen Zeitpunkt ließen die Teilnahme am Girlscamp der Weltmeisterin zu. 

Ilona von der Kiteboarding, ein paar andere Mädels und ich reisten bereits am Donnerstag Abend an. Für die erhoffte Sun-Downer-Session reichte der Wind leider nicht mehr, so dass wir gleich zum  Begrüßungs-BBQ auf dem Einweg-Grill übergingen.  

Die folgende Nacht sollte sich - das Wetter betreffend - leider als richtungsweisend für die nächsten Tage zeigen ... gegen Mitternacht stellte sich heftiger Dauerregen ein, so dass wir uns in unserem Bully am nächsten Morgen inmitten einer „5-Seen-Landschaft“ wiederfanden. Da es immer noch Bindfäden regnete, sah es für ein gemeinsames Frühstück mehr als schlecht aus ... es sei denn, wir bekommen unser Tarp aufgebaut. Nur wie, ohne binnen Sekunden nass bis auf die Knochen zu werden? Doch wozu gibt’s Neoprenanzüge??! Und so hatte Fotograf Thomy Minuten später seine ersten Fotos im Kasten: zwei Mädels im Neopren, in Schlamm und strömenden Regen mit den Tücken des Tarps kämpfend. 

Da sich das Wetter nicht wirklich zu bessern schien, wurde das Frühstück kurzerhand ins örtliche Dorinth-Hotel verlegt.

Dort folgte auch die offizielle Begrüßung durch Kristin, und nachdem wir uns alle bei Kaffee, Rührei und Sekt ausreichend gestärkt hatten, ging es zur ersten Trainingseinheit zur Wasserski-Anlage. Den Wind hatte offenbar der Regen weggespült ... 

An der Wasserski-Anlage zeigte sich später sogar die Sonne, und so wurde bei bester Laune der See gerippt und einige neue Moves probiert.

Das entstandene Kaloriendefizit wurde abends an der Wustrower Seebrücke zünftig mit Backfisch wieder aufgefüllt.

Wieder zurück auf unserer Wiese wurde an unserem Bully (gut geschützt durch unser Tarp) dann die „Lotus-Bar“ eröffnet. Und so wurde bei Shisha, dem einen oder anderen Cuba Libre und Rotwein noch bis spät in die Nacht geredet und gefachsimpelt. Dabei soll auch ein neuer, geheimnisvoller Move namens „Super-Mob“ kreiert worden sein ...

Der Morgen begann – oh Wunder – trocken, aber leider auch windlos.

Unser heutiger „Auftritt“ an der Wasserski-Anlage geriet fast zum Medienereignis, da uns auf Schritt und Tritt ein NDR-Filmteam begleitete. Hierdurch angespornt war der Muskelkater vom Vortage auch schon vergessen und wir gaben noch einmal alles. 

Das eigentlich für den Abend geplante BBQ musste wetterbedingt dem Restaurantbesuch beim Inder weichen, was aber mindestens genauso gut schmeckte. 

Wieder auf der heimischen Wiese zurück, mussten wir feststellen, dass der Wasserstand noch weiter gestiegen war – und zwar nicht nur draußen ....

Durch ein offenes Fenster und ein Mückengitter hatte es in unseren Bully geregnet. Unser so mühevoll aufgestelltes Tarp lag danieder und bildete zusammen mit Tischen, Stühlen und dem Schlamm ein undefinierbares Gewirr ...

Trockene Sachen wurden langsam Mangelware.

Doch der nächste Morgen sollte Wind bringen! 12 –15 Knoten waren angesagt.

So ging es gleich nach dem Frühstück an den Bodden, wo zum ersten Mal an diesem Wochenende Kites aufgebaut wurden. Zwei Mädels war es vergönnt, ein paar Schläge zu fahren, bis dann der Wind wieder schwächelte und es erneut zum Wakeboarden ging.

Am dritten Tag am Cable sah man bei Einigen schon deutliche Fortschritte, es gab Raleys, Surface-360s und Backrolls zu sehen.

Kristin brachte es abschließend auf den Punkt: auch wenn es das erste Girlscamp ganz ohne Wind war, so hat uns das Training an der Anlage doch einiges für unsere Fahrkünste gebracht.

So ging schließlich ein sehr schönes Wochenende zuende, an das wir – trotz viel Nässe – gerne zurück denken werden. Dass ausgerechnet an diesem Wochenende der regenreichste Tag seit 20 Jahren war, tat dem keinen Abbruch. Schließlich sind wir ja „Wasser-Sportlerinnen“ In diesem Sinne: Kitet glücklich und sicher, Mädels! Bis zum nächsten Jahr! 

Dank an dieser Stelle an Kristin, Thomy (unserem Fotografen), BEST, der Kiteboarding, der Wasserskianlage „Körk’s Strandsalon“, Surf-Center Wustrow und Championsworld.

 (Bianca Gudd)

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