Girls Camp El Gouna, 27.03. bis 03.04.2008(erschienen in der "kiteboarding"
Ausgabe 3/2008) Schon
eine Woche vor Abflug ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich Wind
und Wetter für El Gouna checkte, so sehr freute ich mich, den
norddeutschen Dauerwinter endlich hinter mir zu lassen.Und der warme Wind,
der mir bei der Ankunft in Hurghada um die Nase wehte, ließ meine
Vorfreude noch weiter ansteigen. Neun
Mädels und die beiden Trainerinnen Nele und Ilona hatten sich im Laufe
des Tages im „Ali Pasha“ eingefunden, und ich wurde fröhlich von
meiner Zimmergenossin mit den Worten „So, wir schlafen also zusammen!“
begrüßt. Der
erste Tag begann mit der Reviereinweisung und der obligatorischen
Vorstellungsrunde, in der wir unsere Ziele abstecken sollten. Als dann der
Wind immer mehr auffrischte, konnten wir unsere Nervosität kaum noch zügeln
– wir wollten endlich raus! Anfangs
wurden noch große Schirme aufgebaut, die wurden aber im Laufe des
Nachmittags mit zunehmendem Wind immer kleiner. Schließlich wurde aus dem
„kurzen Einfahren“ eine über dreistündige Session. Was für ein geiler
erster Tag! Am
nächsten Tag machte der Wind sich zunächst rar, was aber nicht weiter
tragisch war, denn schließlich stand Theorie für die VDWS-Lizenz auf dem
Plan. Nachmittags kam dann doch noch eine leichte Brise auf – „Mädchenwind“,
aber perfekt um Neues zu probieren. Am
dritten Tag ballert es mit über 25 Knoten! 7er Rebel und mein
geliebtes Aoihana kamen zum Einsatz. Trainerin Nele demonstrierte uns
Switchen und Sprungübungen, und etwas später stehe ich tatsächlich
meine ersten kleinen Chop-Hops. Völlig geplättet, aber überglücklich
kommen wir abends vom Wasser. Was für ein Tag! Trotz des superleckeren
und gemütlichen Beach-BBQ im Beduinen-Zelt wurden wir an diesem Abend
nicht sehr alt. Auch
der nächste Tag brachte mit 15 – 18 Knoten wieder perfekte
Trainingsbedingungen. Um die Mittagszeit entschlossen wir uns zu einem
Upwinder zur benachbarten Station, um dort etwas zu essen. Während
des Downwinders zurück wollten wir die hart erkämpfte Höhe zum
Trainieren wieder vernichten. Nur leider machten wir unsere Rechnung ohne
den Wind ... Der nahm nämlich bis auf über 20 Knoten zu. Doch etwas
zuviel für unsere 9er bzw. 12er Kites ... Der Fußmarsch zurück, mit
Kite und Board unterm Arm, geriet zum „Walk of Shame“ – aber immer
noch besser als ein überpowerter Rück-FLUG! Dann
stand der Ausflug nach Tavila, einer kleinen unbewohnten Insel, an. Schon
die Bootsfahrt dorthin war ein Erlebnis – auch wenn das heftige
Schaukeln und Stampfen durch meterhohe Dünung nicht jederfraus Sache war.
Zumindest ließ es auf reichlich Wind schließen. Und
wir wurden nicht enttäuscht: Das kleine Island wartete mit nahezu
karibischen Verhältnissen auf. Die leuchtend türkisfarbene
Glattwasserpiste wartete nur darauf, von uns gerippt zu werden! Während
dieser mehrstündigen Traumsession wurde auch das Motto dieses Girlscamps
kreiert : „Drama Baby, Drama! Diesse Board musse lebendig sein!“ Das
mehr oder weniger dramatische Kaloriendefizit wurde auf der Rückfahrt mit
einem leckeren original Ägyptischen Dinner wieder aufgefüllt. Der
letzte gemeinsame Abend wartete noch mit einer besonderen Party auf:
Teilnehmerin Sonja hatte Geburtstag. Wir bestellten ihr beim „Törtchenmann“
– die können nämlich auch große Torten – eine Riesen-Geburtstagstorte, und
so kam es während der Poolparty im „Duport“ zum
Erdbeertorten-Massaker – der Kellner brachte einfach die Teller nicht,
so wurde die Torte eben direkt aus der Verpackung gegessen. So
neigte sich eine geile Girlscamp-Woche dem Ende zu, wir verbrachten
zahlreiche superschöne Stunden mit beachtlichen Lernerfolgen auf dem
Wasser. Davon
konnte uns auch die Rache eines gewissen Herrn Montezuma nicht abhalten, die zwei
Teilnehmerinnen - einschließlich der Verfasserin - ein paar Überstunden
im „Kachelstudio“ bescherte. Alle
Teilnehmerinnen erreichten ihre zuvor gesteckten Lernziele, alle
Aufsteigerinnen kamen ins Fahren, Senkrechtstarterin Iris steigerte sich
gar von ein paar Meter fahren zu Höhelaufen und Switchen! Dies
verdanken wir natürlich unseren beiden Trainerinnen Nele und Ilona – an
dieser Stelle ein Riesen-Dankeschön Euch beiden! Dank
auch an die Kiteboarding, North für die Mützen, dem Team der
Kite-Power-Station, sowie der Tavila-Boots-Crew und Mustafa für das
leckere Abendessen. Das wird wohl das Geheimnis dieses Girlscamps bleiben ... die Verfasserin schweigt und genießt ... ;-)) (Bianca Gudd)
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